| Serie, Teil 4: Volleyball – Tuspo-Trainer Matthias Polkähn möchte möglichst viele Kinder begeistern
Kinder müssen einfach mal Volleyball entdecken. Wenn sie es entdeckt haben, merken sie, dass es eine unheimlich schöne Sportart ist“, möchte Tuspo-Nachwuchs-Trainer Matthias Polkähn möglichst viele Kinder für diese Ballsportart begeistern. Vor eineinhalb Jahren begann der lizenzierte B-Trainer mit der Nachwuchsarbeit beim Tuspo Weende. Inzwischen hat der Sportstudent drei Gruppen aufgebaut, in denen rund 30 Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren bereits einige Turniere bestritten haben.
Doch beim Tuspo Weende zählt nicht nur der Wettkampfgedanke: „Wir sind breitensportlich orientiert und nehmen jeden liebend gerne auf. Bei uns muss man keine besonderen Voraussetzungen erfüllen. Jeder wird im Rahmen seiner Möglichkeiten Volleyball spielen lernen“, freut sich Polkähn über jeden Neueinsteiger. Dabei betont der Oberliga-Akteur der DJK Kolping Northeim, dass Volleyball eine technisch sehr anspruchsvolle Sportart ist: „Die Technik den Kindern beizubringen, ist eine riesengroße Herausforderung. Bis man pritschen und baggern kann, dauert es. Vier Wochen braucht man, um die Grundtechniken ein bisschen zu erlernen.“ Als bestes Einstiegsalter empfiehlt der leidenschaftliche Volleyballer das Grundschulalter. „In der dritten und vierten Klasse kann man die Kinder noch für alles begeistern.“
Ehrgeizige Kids Polkähn teilt das einmal wöchentliche 90-minütige Training in drei Blöcke ein. Zur Aufwärmphase gehört ein Laufspiel sowie koordinatives Training. „Wenn man sie am Anfang nicht austoben lässt, machen sie später zu viel Blödsinn“, daher starten die Nachwuchs-Volleyballer immer mit einem 20-minütigen Spiel. Und das mit viel Ehrgeiz. Dass ihnen selbst das Aufwärmtraining Spaß bereitet, sieht man den pausenlos umherlaufenden und um jeden Ball kämpfenden Kindern an. Im anschließenden Koordinationstraining müssen die Kinder einen Schnelligkeitsparcours mit diversen Aufgaben absolvieren. Teil zwei bedeutet Techniktraining, das A und O beim Volleyball. Pritschen und Baggern mit leichten Trainingsbällen ermöglichen den Kindern, dass sie die Technik gleich richtig und ohne großen Kraftaufwand lernen. Auf das letzte Drittel freuen sich die Kinder am meisten. Endlich dürfen sie Volleyball nach Punkten spielen. „Für mich ist Volleyball die Mannschaftssportart schlechthin, weil der beste Spieler ein Spiel nicht allein gewinnen kann. So lernen die Kinder von Anfang an, dass sie in der Mannschaft miteinander auskommen müssen. Im Vergleich zu anderen Spielen ist nicht der Gegner wichtig, sondern das Miteinander steht im Vordergrund. Das Team, das zusammenhält, wird gewinnen“, unterstreicht Polkähn. Dass die Weender zusammenhalten, haben sie bereits im Training sowie auf zahlreichen Turnieren bewiesen. Der Nachwuchs verbuchte zuletzt einige Erfolge auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene.
„Für mich ist es das Tolle, wenn Kinder begeistert sind. Wenn die Kinder nicht kommen, weil es die Eltern wollen, sondern weil sie vom Volleyball begeistert sind. Begeisterung sieht man, wenn sie als Mannschaft zusammenhalten und sich bei Meisterschaften anfeuern. Es ist ein tolles Gefühl, den Kindern etwas beigebracht zu haben, woran sie sehr viel Spaß haben“, liegt Polkähn die Nachwuchsarbeit sehr am Herzen. „Wenn man gute Mannschaften im Erwachsenenbereich haben möchte, braucht man einfach eine gut funktionierende Nachwuchsarbeit.“ Beim Tuspo Weende ist derzeit beides vorhanden. Neben dem erfolgreichen Nachwuchs sind die Weender Damen von Trainer Artur Nowakowski großes Vorbild. Nach drei Aufstiegen in Folge sorgt die Weender Sechs derzeit in der Oberliga mit Platz drei für Furore. |