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| Sport spielt herausragende Rolle |
Susanne Kessel von der Beschäftigungsförderung Göttingen lobt SSB-Beitrag
Im Allgemeinen erfreuen sich Projekte einer gewissen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Zumal wenn es sich um solche der Europäischen Union handelt. Aber es gibt auch welche, die eher im Verborgenen blühen. Dazu zählt das beim Stadtsportbund angesiedelte Pilotprojekt ,Job & Sports‘, das im Dezember 2002 im Rahmen des EU-Aktionsprogramms ,Leonardo da Vinci‘ aufgelegt worden war. SSB-Projektleiterin Claudia Tunsch und Susanne Kessel von der Beschäftigungsförderung Göttingen mit dem Projekt ‚fit for job and family’ arbeiten zusammen daran, benachteiligten jungen Frauen durch Vermittlung von Schlüsselqualifikationen zu helfen, sich in den Arbeitsmark zu integrieren.
Kein leichtes Vorhaben. Indes eines, das bis zum heutigen Tag, so Claudia Tunsch, mit einer „Erfolgsquote von 81 Prozent“ aufwartet. 58 Prozent der im Projekt ‚fit for job and family’ betreuten Frauen seien im ersten Arbeitsmarkt untergekommen. Unter ihnen befindet sich die seit knapp zwei Jahren in Göttingen lebende gebürtige Russin Olesja Maier. Während ihres Praktikums 2004 in der Praxis eines Allgemeinarztes hinterliess die mit guten deutschen Sprachkenntnissen versehene 20-Jährige einen sehr positiven Eindruck. Sie wurde prompt für die frei gewordene Ausbildungsstelle zur Arzthelferin engagiert.
Für Susanne Kessel (sie betreut in der noch bis Ende März laufenden zweiten Projektphase 27 junge Frauen) ist der Sport „ein ganz wichtiger Teil“ zur Vermittlung „sozialer Kompetenzen“ und zum Erwerb „von Schlüsselqualifikationen“. Gerade auf den Projekttagen spiele der Sport eine herausragende Rolle. Er führe zur Kommunikations- und Teamfähigkeit. Beides sei eine wesentliche Voraussetzung, um später erfolgreich im Beruf arbeiten zu können. Ein Lob finden Tunsch und Kessel dabei für die den Sportunterricht gestaltende Sonja Förster. Für die Sport- und Sozialpädagogin (Tunsch: „Eine ideale Kombination“) sei nicht die sportliche Leistung angesagt, sondern sie biete den jungen Frauen die Möglichkeit, durch den Sport „das Selbstvertrauen zu stärken“. Vornehmlich der Abenteuer- und Erlebnissport im Wald sowie in der Funsporthalle auf den Zietenterrassen seit dazu bestens geeignet.
Ende November läuft das gleichzeitig in Ljubljana, Madrid, Montpellier und Schio/Vicenza stattfindende und unter Leitung von Tunsch stehende EU-Projekt aus. Sie und ihr Göttinger Mitarbeiter Afschin Bahrami hoffen indes, dass die in der Universitätsstadt erfolgreich begonnene Arbeit in Kooperation mit der Beschäftigungsförderung fortgesetzt werden kann. Das wäre ganz im Sinne von Susanne Kessel, die den Beitrag des Sports auch zukünftig nicht missen möchte. |
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