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   GT Serie "Mein Sport"
Nach der Krabbelgruppe zum Mini-Handball
 
 
Beuermann
 
„Kinderturnen, bei dem der Ball nicht zu kurz kommt“: Die Rosdorfer Handball-Minis sind mit Spaß und Eifer bei der Sache.
Serie, Teil 7: Handball / Training bereits ab fünf Jahren möglich / Große Nachfrage

Donnerstagnachmittags ist um kurz vor halb fünf in der kleinen Halle der Anne-Frank-Schule in Rosdorf einiges los. Aufgeregt und heiter toben fünf- bis siebenjährige Kinder durch die Halle. Ein paar Eltern sitzen auf Bänken an der Hallenwand und schauen dem Treiben ihrer Kleinen zu. Pünktlich um 16.30 Uhr greifen Coach Volker Hempfing und Co-Trainer Nils Mündemann ins Geschehen ein. Ein kurzer Pfiff, ein paar Worte, und die Youngster finden sich mehr oder weniger ruhig am Mittelkreis ein. Jetzt geht es los: Beim MTV Rosdorf steht Mini-Handball an.

Mini-Handball boomt

„Es geht bisweilen schon ziemlich laut bei uns zu. Aber es hat schon alles seine Ordnung“, erklärt Hempfing. 18 Kids sind zur Übungseinheit gekommen, aber bevor die ersten Bälle geworfen werden steht ersteinmal ein kleines Aufwärmprogramm an. Zuvor trennt Hempfing allerdings die Gruppe. „Die Unterschiede zwischen den 2000ern und den 98ern sind zu groß“, begründet er. Beim „Fangen-und-Befreien“ kommen die Minis auf Touren, dann dürfen sie sich nach etwa zehn Minuten endlich die Bälle schnappen.
„Mini-Handball ist spielerische Bewegung, bei der wir versuchen, die Kinder mit dem Ball vertraut zu machen. Wir schulen die allgemeine Bewegung. Mini-Handball ist eine Art Kinderturnen, bei der der Umgang mit dem Ball nicht zu kurz kommt“, macht Hempfing Werbung für seine Sportart. Während die 2000er mit kleinen weißen, ganz weichen Schaumgummi-Bällen verschiedene Wurf- und Fangspielchen machen, dürfen die 98er schon die gelben, etwas festeren Bälle nehmen. Angeleitet von Mündemann wird in verschiedenen Varianten das Werfen geübt. Erst aus kurzer Distanz, dann mit Anlauf und dem Versuch, dabei den Ball zu dribbeln. Egal was auch trainiert wird: Die Minis sind mit Spaß und Eifer bei der Sache.
„Wir machen mit den Kleinen viel im koordinativen Bereich. Mit sieben Jahren dürfen sie dann erstmals an Mini-Spielfesten teilnehmen“, betont Hempfing. Während für die 2000er das spielerische Training nach 45 Minuten zu Ende ist, fiebern die 98er und 99er noch dem Abschluss-Spielchen entgegen. „Natürlich ist das für alle der Höhepunkt. Sie kommen ja, um Handball zu spielen“, sagt Hempfing. Und jeder, der ein Blick in die freudestrahlenden Augen der Youngster wirft, weiß, dass er absolut Recht hat.
Und Mini-Handball kommt an: Allein beim MTV Rosdorf gibt es elf Mini-Teams in denen sich „knapp 100 Kinder“ tummeln, führt Hempfing aus. Mini-Handball macht nicht nur Spaß, es schont auch den Geldbeutel der Eltern. „Die Kinder sollten gute Hallenturnschuhe haben. Zudem brauchen sie ein normales T-Shirt und eine Sporthose. Die Kosten sind also sehr gering“, sagt Mündemann.

Ausbildung mit Spaß-Faktor

Weitaus konzentrierter und disziplinierter geht es bei den elf- bis zwölfjährigen D-Mädchen zu, die donnerstags von 17.30 Uhr bis 19 Uhr in der Halle am Siedlungsweg trainieren. „In diesem Alter steht die technische Grundausbildung im Mittelpunkt, aber es werden auch taktische Systeme trainiert“, sagt Trainer Jan Schild.
In kleineren Gruppen, auch oft zu zweit, wird am Passspiel und an Würfen gefeilt, sowie Täuschungsmanöver, sogenannte Finten, geübt. Im Team wird dann das Laufen von Tempogegenstößen trainiert. „Handball ist dem Basketball sehr ähnlich. Es werden immer mehr feste Systeme gespielt“, begründet der Coach. Die Fortschritte, die das seit drei Jahren zusammenspielende Team gemacht hat, sind enorm. Ein Großteil der Mädchen spielt in der Kreisauswahl und ist zur Sichtung für den HVN-Kader eingeladen.
Das Highlight stellt aber auch hier das Abschlussspiel dar. Doch auch hier greift Schild oft ein, stoppt das Spiel, um Fehler anzusprechen. Hier wird Handball-Ausbildung betrieben, aber der Spaß kommt nicht zu kurz.

Tipps und weitere Informationen
Wer wissen will, wo in der Nähe seines Wohnortes Handball für
Kinder angeboten wird, kann sich für den Stadtbereich an den
Stadtsportbund Göttingen, Hans-Jürgen Mack, Tel.: (05 51) 70 701-43)
und im Landkreis an den Kreissportbund Göttingen, Michael Heil
Tel.:(05 51) 53 11-500) wenden. Viele Vereine bieten an, kostenlos und ohne Vereinsbeitritt zum Schnuppertraining zu kommen. Später ist es aber, schon aus Versicherungsgründen, erforderlich, Mitglied
zu werden.
 

 
GT, 22.0205
 
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