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| Ästhetisch-athletischer Sport mit erzieherischem Potenzial |
Prof. Dr. Jürgen Schröder, verantwortlich für die Handball-Ausbildung am Sportinstitut der Uni, stellt die Sportart vor. Im Alter zwischen acht und neun Jahren sollten Kinder mit dem Handballspielen anfangen. Das ist das optimale Einstiegsalter, denn erst dann sind sie in der Lage, Spielsituationen zu erkennen“, sagt Prof. Dr. Jürgen Schröder vom Institut für Sportwissenschaften der Georg-August-Universität. Sehr kritisch blickt Schröder auf das steigende Angebot der Vereine im Bereich Mini-Handball. „Es ist nicht ratsam, Kinder schon mit sechs Jahren zum Handball zu schicken. Auf keinen Fall sollten Wettkämpfe ausgetragen werden“, unterstreicht der Sportpädagoge und begründet: „Bei Kindern in diesem Alter ist eine breit ausgelegte motorische Grundausbildung sehr wichtig.“ Eine zu frühe Konzentration auf die Ausbildung handballspezifischer Fähigkeiten verbaue nicht nur den Weg zu anderen Sportspielen, sondern auch zu anderen Sportarten.
Athletik ist ein Problem „Handball ist ein toller Sport, der von der Verbindung zwischen Schnelligkeit, Technik und Taktik lebt. Es ist ein unglaublich ästhetisch-athletischer Sport mit großem Potenzial an erzieherischen Maßnahmen“, macht Schröder Werbung für seinen Sport. Als Pädagoge hat Schröder natürlich ein besonderes Augenmerk auf die erzieherischen Möglichkeiten gerichtet: „Da sind natürlich in erster Linie die Übungsleiter gefragt. Fairplay, Teambildung, Umgang mit Erfolg und Misserfolg. Das sind alles Elemente, die bei der Sozialisation der Kinder und Jugendlichen ganz wichtig sind.“ Dass die Athletik beim Handball eine derart zentrale Rolle einnimmt, sieht Schröder mit gemischten Gefühlen. „Viele Kinder suchen natürlich die körperliche Auseinandersetzung. Hier ist der Sport mit seinen Regeln sicher das richtige Mittel. Doch die Zweikämpfe schrecken auch einige ab. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Körperkontakt einzuschränken. Das ist nicht nur bei den Anfängern wichtig. Viele Senioren hören mit dem Handball aufgrund der Verletzungsgefahr auf“, kritisiert Schröder. Man müsse auch Systeme finden, wie man ältere Handballer animieren könne, im Verein zu bleiben. Denn eine Altersgrenze, bis wann man Handball spielen kann, gebe es nicht. bam |
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