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   Stadtsportbund
Fusion: Hauptausschuss unterstützt Vorstand
Die Hauptausschusssitzung des Stadtsportbundes verlief harmonisch. Ein Viertel der Vereins- sowie ein Drittel der Fachverbandsvorstände waren der Einladung gefolgt, um sich im Vorfeld des Stadtsporttages am Montag, 9. Mai 2005 vom Vorstand informieren zu lassen. Zwei Tagesordnungspunkte standen im Clubhaus des MTV Geismar im Mittelpunkt: Die mögliche Fusion mit dem Kreissportbund und der Kassenbericht.

SSB-Vorsitzender Professor Dr. Jürgen Schröder informierte über das Gespräch mit seinem KSB-Kollegen Helmut Illie zum Thema „Fusion“ sowie über die Meinung des SSB-Vorstandes dazu. Schröder unterstrich, dass er und seine Vorstandskollegen dem in der Öffentlichkeit immer wieder genannten Einsparungsargument „nicht ganz folgen“ könnten. Schröder: „Wenn es zu einer Einsparung kommen sollte, würden unsere Serviceleistungen für die Vereine und Fachverbände schlechter.“ Eine Reduzierung des hauptamtlichen Personals wäre unweigerlich „mit einem Qualitätsverlust der Arbeit“ verbunden.

Der Vorstand bevorzuge ein anderes Vorgehen: Enge Zusammenarbeit mit dem KSB auf noch nicht beackerten Feldern, Erstellung von gemeinsamen Konzepten, deren Umsetzung in den Vereinen und Fachverbänden erfolgen müsse. Da es seitens des Landessportbundes zum Fusionsthema SSB/KSB „keine aktuelle Meldung gibt“, die Politik in der Stadt „keinen Handlungsbedarf“ sehe, will der SSB den skizzierten Weg einschlagen. Der geschäftsführende Vorsitzende des ASC 46, Jörg Schnitzerling, gab Rückendeckung. Die Königsblauen plädieren nach seinen Worten für eine „inhaltliche Zusammenarbeit“ mit dem KSB. Es müsse „nicht unbedingt eine Fusion sein“.  Es folgten weitere vereinzelte positive Reaktionen zur Vorstandsposition. Dagegen erhob niemand der Anwesenden seine Stimme, um sich für eine Fusion mit dem Nachbarbund auszusprechen.

Finanzen: Was wird 2006?
,Finanzminister‘ Günter Berg vermeldete ein zufriedenstellendes Haushaltsjahr 2004 mit einem Überschuss von 3.538,89 Euro. Für  2005 prognostizierte Berg indes ein Minus von 14.000 Euro. Das sei auf eine Reduzierung des LSB-Zuschusses für Sportlehrer  von gut 47.000 Euro auf knapp 38.000 Euro und auf die Änderung der Bezuschussung der „Geschäftsstelle 2005“ zurückzuführen. „Das können wir 2005 noch auffangen, aber für 2006 kann ich keine verbindliche Aussage machen“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende. Auch in der Zukunft käme es auf die Höhe der finanziellen Unterstützung seitens der Stadt an, und ob sich der LSB nach Auslauf des Projekts „Geschäftsstelle 2005“ weiterhin finanziell einbringen werde.


Klaus Bräuer: 66 Jahre, 45. Sportabzeichen, 36 Jahre Prüfer
Traditionell stand die Ehrung für das Sportabzeichen an. Ganz oben auf der Liste: Klaus Bräuer (Tuspo 61). Zum 45. Mal legte der Tusporaner das Sportabzeichen ab. Doch der 66-Jährige ist nicht nur als Aktiver (100 m in 14,6 Sekunden!) beim „Olympia des kleinen Mannes“ anzutreffen. Seit 36 Jahren steht er außerdem als Prüfer zur Verfügung. Für die 40. Wiederholung wurde Dr. Reinhard Jentsch (TSV Groß Schneen) geehrt, für die 35. Marianne und Dr. Klaus Hartmann (Deutscher Alpenverein). In der Vereinswertung belegte einmal mehr der MTV Geismar Platz 1. Es folgten MTV Grone und Tuspo 61.

Bei den Erwachsenen gab es eine Steigerung um 49 Prozent, bei den Schülern blieb die Quote konstant, während bei den Jugendlichen ein Rückgang um 47 Prozent zu verzeichnen war. Gesamtbilanz 2004: 536 gegenüber 583 im Jahr 2003. Das seien acht Prozent weniger führte der die Sitzung angenehm moderierende SSB-Sportlehrer Klaus Brüggemeyer aus. Kollege Hans-Jürgen Mack heimste seinerseits Beifall für die so erfolgreich verlaufene Stadttombola ein. Sie bescherte dem Jugendsport bekanntlich in diesem Jahr 15.000 Euro. Eine neue Agentur, eine neue Konzeption, hohes Engagement aller Beteiligten innerhalb und außerhalb unserer Organisation bildeten die Bausteine zur höchst erfreulichen Bilanz.

 
Holger Vorrath
 
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