| Nach Reduzierung der LSB-Zuschüsse befürchtet SSB-Vorstandsmitglied Günter Berg Deckungslücke von 20000 Euro.
Günter Bergs Sorgenfalten haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. „Eigentlich wollte ich meine beiden letzten Jahre als Schatzmeister ruhig ausklingen lassen“, verrät das Vorstandsmitglied des Stadtsportbundes (SSB). „Statt dessen stehen mir wohl die zwei schwersten Jahre bevor. Die Probleme, den Haushalt auszugleichen, werden immer größer – und das bedrückt mich“, gesteht der Vorsitzende der Tuspo 61, der seit nunmehr 30 Jahren für die SSB-Finanzen verantwortlich zeichnet.
Ursache der sich zuspitzenden Situation ist letztlich die dramatische Haushaltslage des Landes Niedersachsen. Sie veranlasste die Landesregierung, die Zuschüsse an den Landessportbund (LSB) für 2004 um 8,16 Prozent und für 2005 um weitere zehn Prozent zu kürzen, so dass dem LSB in diesem Jahr statt 26,8 nur noch 24,16 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Bei der ersten Runde blieben die Stadt- und Kreissportbünde von der Weitergabe der Kürzungen durch den LSB noch verschont, nicht aber bei der jüngsten Kürzung um besagte zehn Prozent.
„Fette Jahre vorbei“
Für den SSB Göttingen bedeutet es, so Berg, dass „die fetten Jahre mit guten Abschlüssen vorbei sind“. So hat der LSB nicht nur, wie berichtet, den Zuschuss für die Sportlehrkräfte des SSB von 47100 Euro (2004) auf 37900 in diesem Jahr gekürzt, sondern auch den Zuschuss für das 2001 angelaufene Projekt Geschäftsstelle von zuletzt 18662 auf 12386 Euro reduziert. „Im nächsten Jahr entfällt er vollständig“, bedauert der Schatzmeister.
„Was wird 2006?“
Eine Erhöhung des Verwaltungskostenzuschusses um knapp 2500 Euro für 2006 könne den Verlust natürlich nicht kompensieren. Die erwartete Deckungslücke für 2005 von 14400 Euro könne noch aus dem Bestand ausgeglichen werden. „Doch was“, fragt Berg, „wird 2006?“. Dann vergrößere sich das Finanzloch durch den Wegfall des Geschäftsstellen-Zuschusses um weitere 12386 auf 26786 Euro. „Wir sparen zwar 5000 Euro ein, weil Gundel Utermöhlen Ende 2005 aufhört, doch es bleibt eine Lücke von über 20000 Euro, die wir stopfen müssen“, erläutert der Schatzmeister.
„Sicher müssen wir nicht die Geschäftsstelle dicht machen“, so Berg, „aber wir müssten bei den Sportlehrern einsparen. Das heißt nicht nur, dass Arbeitsplätze in Gefahr sind, sondern auch, dass wir Leistungen reduzieren müssen, die den Vereinen zu Gute kommen.“ Die Alternative sei eine Erhöhung der Beiträge, die die Vereine an den SSB abführen, um einen Euro pro Mitglied im Jahr. Für SSB-Sportlehrer Hans-Jürgen Mack ist das ein zumutbares Ansinnen angesichts „des riesigen Leistungsangebots“, das den Vereinen und deren Mitgliedern vom SSB zur Verfügung gestellt wird.
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