Was haben die Bundestagsabgeordneten Marlene Rupprecht (SPD) und Gunther Krichbaum (CDU) mit den Bürgermeistern der Städte Fürth und Niefern gemeinsam? Im Rahmen der Sympathiekampagne für Jugendfreiwilligendienste besuchten sie und andere prominente Politiker Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Sport an unterschiedlichen Einsatzstellen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern, in Niedersachsen, Hessen und Berlin.
Die Politiker beteiligten sich an Übungsstunden für Kinder, besuchten von Freiwilligen organisierte Feste oder nahmen an Diskussionsrunden zur Freiwilligenarbeit teil. Ein Gastgeber war der TV Fürth 1860. Der Verein gehörte zu den ersten in Bayern, die sich im Jahr 2002 als Einsatzstelle für das Freiwillige Soziale Jahr anboten. Für den Verein liegen die Vorteile einer Beschäftigung junger Menschen im Rahmen des FSJ nach Meinung von Harald Hoffmann, dem Leiter der Geschäftsstelle, auf der Hand: engagierte, junge, sportbegeisterte Menschen bringen sich ein Jahr lang mit neuen Ideen und Innovationen in die Vereinsaktivitäten ein. Als Übungsleiter übernehmen sie die Leitung verschiedenster Sportgruppen, bieten Sportunterricht in Kindergärten und Schulen und sorgen auf diese Weise für einen regen Informationsaustausch.
Die Besuche der Politikerinnen und Politiker in den Einsatzstellen der Freiwilligen sollten einerseits den jungen Menschen zeigen, dass ihr zivilgesellschaftliches Engagement geschätzt wird. Andererseits erfuhren die Politiker die Bedeutung der Jugendfreiwilli-gendienste ganz konkret und konnten sich über das Erfolgsmodell „Freiwilliges Soziales Jahr im Sport“ ein eigenes Bild machen. Jedes Jahr verpflichten sich 15.000 junge Er-wachsene für ein Freiwilliges Soziales oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, etwa 800 von ihnen im sportlichen Bereich. Derzeit kommt im FSJ im Sport auf jeden freien Platz eine Vielzahl von Bewerbern. „Ohne Hilfen der öffentlichen Hand können wir das FSJ im Sport nicht ausweiten“, betont die Beauftragte des dsj-Vorstands, Tina Brinkmann. „Wir hoffen auf eine Lobby für Jugendfreiwilligendienste im nächsten Bundestag.“ |