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   Heft Herbst 2005
Märchenstunde auf Rollen
 
 
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Es ist wieder Märchenzeit. Märchenzeit auf Rollschuhen in der Vorweihnachtszeit. Für die Kleinen und die Großen setzt der 1. Rollkunstlauf-Club seine Aufführungen auf Rollen nach einjähriger Verschnaufpause fort. ,Peter Pan‘ heißt das Thema am ersten Dezember-Wochenende beziehungsweise am ersten Montag im letzten Monat des Jahres. Es ist ein ehrgeiziges Unterfangen des 1. RCG, die Geschichte des Elfenknaben in den grünen Kleidern auf Rollschuhen zu bringen. James Matthew Barrie hatte sie ursprünglich als Theaterstück konzipiert. Am 27. Dezember 1904 war in London Premiere. Sie wurde zu einem grandiosen Erfolg für den Schotten, der sich schon Jahre zuvor als Journalist, Theaterautor und Schriftsteller einen Namen  gemacht hatte. 1911 folgte dann das Buch. Seitdem haben die fantastischen Abenteuer von Peter Pan und Freunden in Nimmerland Millionen Kinder in ihren Bann gezogen.

Viele Rollen und viele Gruppen dabei

Für den 1. Rollkunstlauf-Club daher willkommener Anlass, nach dem ,Nussknacker‘ von Peter Tschaikowsky 2003 nun ,Peter Pan‘ aufzuführen. Umso mehr, da der Inhalt der Geschichte des Elfenjungen bietet, was RCG-Vorsitzende Karin Limbach als Grundvoraussetzung für eine Aufführung betrachtet: „Es ist für alle Kinder etwas dabei. Viele Rollen, viel für Gruppen, es ist ein schönes Märchen, und für die Moral gibt es auch immer etwas.“  Nun, davon können sich Groß und Klein am 3., 4. und 5. Dezember überzeugen, wenn der 1. RCG zu insgesamt sechs Vorstellungen in die Godehardhalle einlädt, von denen die beiden letzten am Montag traditionell den Grundschulen vorbehalten sind.

Die Vorbereitungen dafür sind angelaufen. Dabei stand der August für Karin Limbach (verantwortlich für Choreografie und Einstudieren) ganz im Zeichen der Produktion einer CD auf Basis der Choreografie.  Gemeinsam mit dem bewährten Weender Michael Bertram verbrachte die Vorsitzende in den Sommerferien so manche Stunde im Tonstudio.  Aber das nicht allein zu zweit: Auch Läuferinnen und Läufer waren mit von der Partie. Ihre Textbeiträge wurden eingespielt. Damit nicht genug: Zwei Läuferinnen sangen sogar die von Bertram geschriebenen und komponierten Lieder.

Beeindruckt von den Kulissenbauern

Während die einen also im Tonstudio fleißig waren, machten sich andere viele Gedanken. „Ein sozusagen harter Kern von Vätern und Müttern unserer Aktiven hat erste Überlegungen angestellt, wie die Halle diesmal zu  ,auskleiden‘ ist“, erklärte Dietlinde Limbach, die 2. Vorsitzende. Wer einmal in der Vergangenheit Augenzeuge einer der Aufführungen gewesen ist, zeigte sich immer wieder aufs Neue beeindruckt  von der Arbeit der ,Kulissenbauer‘. Sie präsentierten Mal um Mal ein tolles Bühnenbild.

Zur Gegenwart: Dieser Tage vertauschten die Jungen und Mädchen des Rollkunstlauf-Clubs das Tonstudio mit dem Trainingsboden der Wörthsporthalle. Dort wird das Stück an den nächsten Sonnabenden und Sonntagen eingeübt. Jeweils vier Stunden lang. Lediglich in den Herbstferien gibt es eine kleine Verschnaufpause für die rund 100 Mitwirkenden sowie deren Eltern, die zumindest als Chauffeure ihres Nachwuchses involviert sind.

Premiere am 3. Dezember

Sechs Vorstellungen an drei Tagen, damit ist diesmal noch lange nicht Schluss: Am 4. Dezember (Sonntag, 12 Uhr) lädt der 1. RCG Gäste zum fünfjährigen Bestehen des Clubs ein (Gründung 21. November 2000). Allerbeste Gelegenheit für den Vorstand, sich auf der kleinen Feier mit der einen der anderen Ehrung bei verdienten Helfern zu bedanken. Nach dem sich anschließenden Imbiss hat die Gästeschar die Gelegenheit, sich Peter Pan in der Nachmittagsvorstellung anzuschauen.

Die Termine: 3. Dezember: 15 Uhr; 17.30 Uhr. – 4. Dezember:  15 Uhr; 17.30 Uhr. – 5. Dezember: 8.30 Uhr,  11 Uhr jeweils für Grundschulen. Eintrittspreise: Erwachsene 9 Euro; Kinder, Jugendlichen 6 Euro.
Vorverkauf: ab 5. November im Tageblatt-Ticketservice (Jüdenstraße) und in der Tourist-Information im Alten Rathaus.

 
Holger Vorrath
 
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