| In einem Anschreiben an den Präsidenten der Universität Göttingen protestieren der Stadt- und Kreissportbund Göttingen e.V. gemeinsam gegen das Vorhaben, den Studiengang der Sportwissenschaften zu schließen.
Sehr geehrter Herr Präsident!
Die Vorstände von Stadtsport- und Kreissportbund Göttingen bedauern Ihr Vorhaben, den eigenständigen Studiengang Sportwissenschaft an der Georg-August-Universität zu schließen. Mit Ihrer uns bekannt gewordenen Absicht macht der Sport erneut die Erfahrung, dass er wieder einmal das fünfte Rad am Wagen ist. Wie ist es ansonsten möglich, dass eine nach unserem Eindruck strukturell und personell intakte Einrichtung dem Rotstift zum Opfer fallen soll?
Da regelmäßig zahlreiche Sportstudenten in unseren Vereinen einer Übungsleiter-Tätigkeit nachgehen, entstünde, wenn Ihre Entscheidung endgültig bliebe, mit großer Sicherheit ein Vakuum. Das dürfte ebenfalls für den allgemeinen Hochschulsport gelten, der in unserer Stadt ein hohes Ansehen genießt. Ihr Vorhaben würde sich über Göttingen hinaus insgesamt äußerst negativ auf den Sport auswirken. Erlauben Sie eine abschließende Bemerkung: Die Entscheidung der Schließung des eigenständigen Studiengangs Sportwissenschaften steht im Widerspruch zu Ihrer Rede anlässlich der offiziellen Eröffnungsfeier der Golfanlage im vergangenen Juni. Dort klang Ihrerseits eine deutlich positive Einstellung gegenüber dem Sport durch.
Daher bitten Sie die Vorstände des Stadtsport- und Kreissportbundes eindringlich, das Vorhaben bezüglich der Schließung zu revidieren und das für den Sport wichtige Institut zu erhalten.
Im Namen der Vorstände von Stadt- und Kreissportbund Göttingen
Joachim Pförtner Helmut Illie (geschäftsführender Vorsitzender) (Vorstandsmitglied für Finanzen und Organisation)
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