Inhalt
Wir über uns
Aktuelles
  SSB-Newsletter
Aus- und Fortbildung
Service
  Dokumente
  Sportförderung
  Sportvereine
  Termine
Sportjugend
Freizeiten
Sportabzeichen
Moonsport
Sport meets Music
Göttinger Sportschau
Mission Olympic 2009
Projekt Schule-Verein
Kontakt
  Vorstand
  Geschäftsstelle
  E-Mail
Archiv
Impressum






 
   Minijobs
Warnung vor falschem Signal für gemeinnützige Einrichtungen
„Hände weg von einer Änderung der Minijobs im gemeinnützigen Bereich. Es muss bei einem sozialversicherungsfreien Minijob - neben einer Hauptbeschäftigung - bleiben“, fordert der Freiburger Kreis. Dessen Vizepräsident und Steuerfachmann Horst Lienig (Stuttgart) warnt: „Die neue Bundesregierung hat 2005 ihre Tätigkeit mit einigen Ände-rungen im Steuerrecht aufgenommen. Dies gibt natürlich zu Spekulationen Anlass; in der Gerüchte-Küche brodelt es ganz gewaltig.“

Die Arbeitsgemeinschaft größerer deutscher Sportvereine vermisst im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD Aussagen zu den Minijobs. Dass Änderungen anstehen, gilt unter Fachleuten als sicher. Vorstellungen, so Lienig, sehen vor, Sozialversicherungs-abgaben, die für Minijobs fällig sind, von 25 auf 30 Prozent zu erhöhen. „Die Jobs könn-ten bald nicht mehr als Nebenjobs anerkannt werden. Für die Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob, die nebenbei beim Sportverein beispielsweise in der Kinder- und Jugendar-beit tätig sind, werden die Minijobs unattraktiver. Sie erhalten dann nicht mehr Brutto für Netto.“ Der Verdienst aus dem Nebenjob würde wieder zum Hauptgehalt addiert und alles zusammen versteuert. Dafür, dass die jetzigen Regelungen fallen, kämpfen vor allem die Gewerkschaften. Nach deren Ansicht verdrängen die Jobs reguläre Arbeit.

Lienig: „Diese Ansicht trifft auf gemeinnützige Einrichtungen nicht zu. Kein gemeinnützi-ger Sportverein könnte sich als Arbeitgeber eine Vergütung wie bei regulären Jobs leis-ten. Kein Arbeitnehmer würde eine Vergütung für eine solche Tätigkeit hinnehmen, die bei dem Einsatz nicht mehr als ein kleines Dankeschön darstellt.“ Für die Arbeitgeber sinke durch höhere Sozialversicherungsabgaben der Anreiz, neue Minijobber einzustel-len - sie würden teurer. Die Arbeitnehmer hätten 1999 gezeigt, was sie von der Anrech-nung zum Hauptgehalt und den höheren Abzügen hielten. „Sie werden sich verweigern - und das bedeutet für viele gemeinnützige Einrichtungen das Aus.“

Steuerberater und Finanzfachmann Lienig: „Gerade für gemeinnützige Einrichtungen - und dazu zählen auch die 157 Freiburger Kreis-Vereine mit nahezu 700.000 Mitgliedern - wäre der Rückfall ins Jahr 1999 bei der Minijobregelung ein falsches Signal.“ Die Be-reitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement, die Sinnhaftigkeit, sich für das Gemein-wohl einzusetzen, werde durch die „Reformen“ unterlaufen. Lienig: „Auch dieser Einsatz verlangt Anerkennung - auch finanzielle.“



 

 
DSB PRESSE
 
| Leserbrief | Druckversion |
 
   Archiv
Jahr 2005
Jahr 2006
Jahr 2007
Jahr 2008
Jahr 2009
Jahr 2010
Jahr 2011