Eine Aktion des Deutschen Rollsport und Inline-Verbandes in Hamburg: Auf der Inlinebahn des Altonaer Turnverbandes in Hamburg drehen Frauen muslimischer und deutscher Herkunft gemeinsam ihre Runden. Elf Teilnehmerinnen sind es, die sich jeden Freitag treffen. Auf dem Programm steht Slalom-Fahren, Fallen und vor allem: Das Bremsen.
Übergeordnetes Ziel des Kurses aber ist es, die ausländischen Frauen über den Sport besser in die Gesellschaft zu integrieren. Für das vom Bundesinnenministerium geförderte Projekt hat sich der Deutsche Rollsport und Inline-Verband (DRIV) beworben. „Wir wollen, dass die Frauen an Mobilität gewinnen und ihr Selbstbewusstsein stärken“, sagt Irmelin Otten vom DRIV. „Diese Frauen bekommen durch den Kurs eine ganz neue Freiheit“, fügt sie hinzu.
Britt Früh, die Skate-Instruktorin, ist begeistert von dem Kurs: „So viel Herzlichkeit unter den Teilnehmerinnen habe ich noch nie erlebt.“ Keinem Erwachsenen sei es peinlich, auch einmal hinzufallen. Der Anteil ausländischer Bewohner im Stadtteil Altona liegt bei 26 Prozent. Meist sind es Türken. Die Altonaer Inlinebahn ist zum beliebten Treffpunkt geworden. Auch beim jetzigen Eislaufen im Hamburger Park Planten und Blomen sind die Frauen mit von der Partie. Denn sie wollen weitermachen, egal, ob auf Rollen oder Kufen. |