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Sparkasse fördert Minah auf dem Weg nach Peking
GT, Hinzmann
v.l. Gemeinsam stark: Dr. Rolf Geese (Minahs Trainer), Holger Vorrath (SSB), Rainer Hald (Sparkasse), Jacob Minah, Hans-Joachim Perk (GoeSF), Prof. Tobias Legler (Abteilung Transfusionmedizin der Uni-Klinik) und Frank Sickora (Sparkasse).
 
15.000 Euro jährlich bis 2008 / Minah unterstützt SSB und Knochenmark- und Stammzellspenderdatei

Die Sparkasse Göttingen macht sich gemeinsam mit dem Sparkassenverband Niedersachsen für Jacob Minah stark. Der Zehnkämpfer darf sich künftig über 15000 Euro jährlich freuen. Doch Minah nimmt nicht nur, er gibt auch. So wirbt er für den Stadtsportbund (SSB) als Schirmherr für das Sportabzeichen und macht sich für die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei stark.

Es waren Minahs strahlende Augen, die bereits vor Beginn des im Haus des Sports stattfindenden und von Holger Vorrath, stellvertretender Vorsitzender des SSB, moderierten Pressegesprächs die große Erleichterung des Deutschen Zehnkampfmeisters verrieten. In Worten drückte der 23-Jährige dann wie folgt aus: „Ich bin unsagbar froh darüber, eine solche Chance bekommen zu haben. So kann ich mich voll auf meinen Traum, die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking, konzentrieren. Ich fühle mich in Göttingen sehr wohl.“

Das besondere Engagement der Sparkassen in Deutschland für den Breitensport, die Nachwuchsförderung und auch den Spitzensport stellte Rainer Hald, Vorstandsmitglied der Sparkasse Göttingen, in das Zentrum seiner Aussagen. Er sagte, dass die Sparkassen jährlich 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen und dass davon rund 90 Prozent in den Breiten- und Nachwuchssport gingen. „Wir freuen uns sehr, Jacob Minah unterstützen zu können. Er steht mit seinem Sport für Fairness, Teamgeist, Wettbewerb und Leistung. Das passt zur Sparkasse. Wir werden Jacob bis 2008 fördern, wenn die Leistung stimmt“, unterstrich Hald. Die Anforderungen seien jedoch „moderat, wenn Jacob zum Beispiel bei einer Deutschen Meisterschaft nicht so erfolgreich ist, dann fördern wir ihn dennoch“, schränkte Hald ein. Die hart klingende Vertragsklausel greife nur, wenn Minah schwer verletzt sei, oder mit dem Sport aufhöre.

Fast noch ein wenig mehr als Minah strahlte Hans-Joachim Perk. Der Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) und Olympia-Teilnehmer von 1972 im Zehnkampf machte sich früh für Minah stark. Und er ergriff auch die Initiative, um die Sparkasse um Unterstützung zu bitten. „Ich hatte im Herbst die Sorge, dass Jacob aufgrund von Anfragen anderer Vereine und den daraus resultierenden Verlockungen die Stadt wechselt. Ein Wechsel zu Bayer Leverkusen wäre normal gewesen. Ich bin überzeugt, dass Jacobs Karriere erst beginnt, und er das Aushängeschild für die Region wird“, sagte Perk.

Minah geht an die Basis

Dass Minah nicht nur im Sport Engagement zeigt, sondern auch in der Gesellschaft, unterstreicht er, indem er sowohl dem SSB als auch der Abteilung Transfusionsmedizin der Uniklinik als Schirmherr zur Verfügung steht. „Es ist sehr schwer, Spender zu finden. Mit Jacob Minah als Schirmherr haben wir gute Chancen, unsere Zielgruppe, junge Menschen, zu erreichen“, sagte Prof. Tobias Legler. Minah macht sich für die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen stark.
Dem SSB will Minah mit seinem Engagement helfen, Werbung für das Sportabzeichen zu machen. „Es gab bereits erste Gespräche mit Schulen. Jacob geht mit an die Basis, um für das Sportabzeichen zu werben“, sagte Vorrath. Die erfolgreichste Schule wird am Ende des Jahres zudem mit einem Pokal des Göttinger Tageblatts gekürt. Ebenfalls bei Aktionen an Schulen und mit Kindern und Jugendlichen unterstützt Minah den Sparkassenverband Niedersachsen.

Sportlich konzentriert sich Minah auf die Ende August stattfindende DM. „Vielleicht knacke ich ja schon in diesem Jahr die 8000-Punkte-Marke“, sagte der Student selbstbewusst. Möglich scheint, dass er für die Wintermonate noch eine überdachte Trainingsmöglichkeit im Jahnstadion bekommt. Perk bestätigte, dass die GoeSF im Rahmen der Umbauten plane, einen Laufschlauch zwischen Tribüne und Umkleidekabinen zu bauen.

 
GT, 02.03.06
 
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