Ministerium finanziert neues Projekt / Schlüsselqualifikationen fördern Die Erfolgsgeschichte des SSB-Projekts „Job & Sports“ wird fortgeschrieben. Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit finanziert ein neues Projekt, das auf die Erkenntnisse von „Job & Sports“ baut und jungen Menschen mit der Förderung von Schlüsselqualifikationen durch Sport helfen will, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Zwölf niedersächsische Jugendwerkstätten aus den ehemaligen Regierungsbezirken Hannover, Weser-Ems, Lüneburg und Braunschweig kommen in den Genuss, Teilnehmer an dem Nachfolgeprojekt des landesweit gelobten Projekts des Stadtsportbundes (SSB) Göttingen „Job & Sports – Sport als Medium zur Integration benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt“ zu werden. „Das Interesse an dem neuen Projekt war sehr groß. Eigentlich wollten wir die Teilnehmerzahl auf acht bis zehn begrenzen. Wir hatten aber 20 Bewerbungen, deshalb haben wir uns entschieden, auf zwölf Teilnehmer aufzustocken. Wichtig war für uns, dass die Gruppe sehr heterogen ist“, sagte Projektleiterin Claudia Tunsch, die bereits verantwortlich für das Vorläuferprojekt zeichnete.
Träger des 220000 Euro umfassenden, vorerst für ein Jahr bewilligten Projektes „Job & Sports – Motivations- und Kompetenztraining in Jugendwerkstätten Niedersachsens“ sind die niedersächsische Sportjugend und der SSB Göttingen (verantwortlich ist 2. Vorsitzender Holger Vorrath), der auch mit der Durchführung beauftragt worden ist. Kooperationspartner sind das Landesjugendamt, das Institut für Sportwissenschaften der Georg-August-Universität, das die wissenschaftliche Begleitung durchführt, und die Landesarbeitsgemeinschaft der Jugendsozialarbeit in Niedersachsen.
Grundlagen schaffen Bereits Ende Januar fand im niedersächsischem Landesamt eine Informationsveranstaltung statt. Die Praxis, also die Durchführung des Motivations- und Kompetenztrainings in den einzelnen Jugendwerkstätten, läuft vom 1. April bis 31. Dezember. Damit der Unterricht reibungsfrei absolviert werden kann, müssen zuvor allerdings noch Grundlagen entstehen. „Es müssen regionale Konzepte geschaffen werden. Also zum Beispiel geklärt werden, wie oft der Unterricht stattfindet und welche Hallen zur Verfügung stehen“, sagte Tunsch. Einige der teilnehmenden Jugendwerkstätten hat die Projektleiterin bereits besucht, um das Konzept gemeinsam zu erarbeiten. Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann unterstrich den positiven Effekt des Projekts. Sport in der Gruppe und unter fachlicher Anleitung stärke Teamgeist und Verantwortungsbereitschaft. „Jugendliche können hier abseits des fachbezogenen Unterrichts wichtige Grenzerfahrungen machen, Ängste überwinden und soziale Kompetenzen trainieren, die sie für den Berufsstart fit machen“, so die Ministerin.
Großen Wert legen die Projekt-Träger auf die Akquirierung und Qualifizierung der Sportfachkräfte. „Das ist momentan am wichtigsten. Wir wollen an zwei Wochenenden Qualifizierungsseminare anbieten“, sagte Tunsch. Sie plane derzeit ein Angebot in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund und der Sportjugend.
Die Teilnehmer: Jugendwerkstatt Walze (Buxtehude), Volkshochschule Oldenburg, Kreisvolkshochschule Aurich, Werkstatttreff Vahrenheide der Pro Beruf GmbH (Hannover), Jugendwerkstatt Ex & Job (Wunstorf), Jugendwerkstatt Hameln, Beschäftigungsförderung Göttingen, Jugendwerkstattprojekt Tettenborn (Bad Sachsa), Lehndorfer Jugendwerkstatt (Braunschweig), SOS Mütterzentrum (Salzgitter), Belmer Integrationswerkstatt, VHS Jugendwerkstatt Meppen.
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