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2. Freiwilligensurvey 2004 veröffentlicht
Zum zweiten Mal nach 1999 wurde im Auftrag vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) der sogenannte „Freiwilligensurvey“ durchgeführt. Grundlage dieser repräsentativen Längsschnittuntersuchung ist eine Befragung von etwa 15.000 Personen. Einige Ergebnisse des aktuellen Surveys in Kürze:

Die Quote der bundesweit freiwillig tätigen Menschen stieg seit 1999 um 2 Prozentpunkte auf 36%. 42% der freiwillig Tätigen sind in mehr als einer Funktion engagiert. Eine deutliche Steigerung ermittelte der Freiwilligensurvey beim so genannten Engagementpotenzial. 32% der derzeit nicht engagierten Bürger sind bereit, freiwillige Aufgaben zu übernehmen. Mit 11% der bundesweit freiwillig engagierten Menschen ist der Bereich Sport und Bewegung wiederum der größte gesellschaftliche Engagementbereich in Deutschland.

Besonders junge Menschen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren sowie Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren weisen hohe Engagementquoten auf. Der Zuwachs der engagierten Über-60-Jährigen liegt bei 6% und damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Hauptmotive für freiwilliges Engagement sind der Wunsch nach Mitgestaltung der Gesellschaft sowie die Gemeinschaft mit anderen Menschen.

Die Konzeption des 2. Freiwilligensurveys basiert auf einer Wiederholungsbefragung, in deren Rahmen auch neue Schwerpunktsetzungen vorgenommen wurden. Diese greifen insbesondere aktuelle Themen auf, wie etwa den Zusammenhang zwischen Engagement, Familie und Erwerbsarbeit. Ziel der Bevölkerungsbefragung ist es u.a., das empirische Wissen über die vielfältigen Formen des bürgerschaftlichen Engagements zu verbreitern, Veränderungen im Bereich des Engagements zu erkennen und zu bewerten.

Die Untersuchungsergebnisse dienen nicht zuletzt dazu, der Politik, aber auch Vereinen, Verbänden und Stiftungen Grundlagen für die Gestaltung engagementfördernder Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtuntersuchung wurde nun vom BMFSFJ veröffentlicht. Eine Kurz- und Langfassung des Freiwilligensurveys finden Interessenten im Downloadbereich des Deutschen Sportbundes (Arbeitsfeld Grundsatzfragen) unter: www.dsb.de/index.php?id=598.

Des weiteren wird ein gemeinsam vom DSB und vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) finanziertes und von der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführtes Projekt „Freiwilligen-Engagement in Deutschland - Teilanalyse Sport“ in Kürze veröffentlicht. Diese sportbezogene Auswertung geschieht strukturell und inhaltlich in Anlehnung an die Auswertung des 1. Freiwilligensurveys und die vorhandenen Teilberichte des 2. Freiwilligensurveys sowie der Ergebnisse des Sportentwicklungsberichts.

 
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