| Vermutlich noch nie zuvor wurden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei einer Veranstaltung im organisierten Sport so professionell für ihre Aufgaben vorbereitet wie bei der FIFA WM 2006, die vom 9. Juni bis zum 9. Juli in Deutschland ausgetragen wird: In allen zwölf WM-Spielorten von Dortmund über Stuttgart und Berlin bis Gelsenkirchen fanden sogenannte „Volunteer-Kick-Offs“ statt, bei denen sich alle Freiwilligen an den jeweiligen Einsatzorten auf diesen Mega-Event eingestimmt werden. Soviel zu den Daten und Fakten: Für das Freiwilligenprogramm zur FIFA WM 2006 hatten sich ursprünglich rund 50.000 Männer und Frauen aus 168 Nationen beworben. Rund 15.000 wurden schließlich ausgewählt. Das ergibt etwa gut tausend pro Spielort. Berlin gilt neben München als die „Volunteers-Hauptstadt“; hier werden sogar rund 1.700 Volunteers im Einsatz sein.
Was die Geschlechterverteilung der Bewerber insgesamt angeht, sind 36% Frauen und 64% Männer. Rund zwei Drittel sind jünger als 30 Jahre; über 21.000 sind Schüler und Studierende, über 1.400 Rentner. Der Anteil der Ehrenamtlichen, die für ihren Einsatz aus dem Ausland nach Deutschland anreisen wollen, liegt nach Angaben des Organisationskomitees bei 14%, der Gesamt-Ausländeranteil sogar bei 20%: „Mit unserem international ausgerichteten Volunteer-Programm geht es nicht um Einsparungen; vielmehr wollen wir einem Teil der Bevölkerung die Möglichkeit geben, am Gelingen der FIFA WM 2006 selbst aktiv gestaltend mitzuwirken“, beschreibt Dr. Walfried König, der Beauftragte des Organisationskomitees für das Volunteer-Programm bei der FIFA WM 2006, die Idee dieser unentgeltlichen Freiwilligenarbeit. |