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   Stadtsporttag 2007
Deutliche Mehrheit für höhere Beiträge an SSB
Hinzmann
Ausgezeichnet von Landessportbund-Chef Professor Wolf-Rüdiger Umbach (l.): Helmut Stensch, Margot Köhler und Peter Meyer
 
Die allseits erwartete hitzige Debatte blieb aus. Nach dreiviertelstündiger Aussprache und Diskussion stimmte die große Mehrheit der Stadtsporttag-Delegierten für den vom SSB-Vorstand vorgelegten Antrag auf Beitragserhöhung. Christian Steinmetz wurde einstimmig als Nachfolger von Günter Berg zum Schatzmeister des Dachverbandes gewählt.

Auf der Hauptausschuss-Sitzung des Stadtsportbundes (SSB) am 19. März war die Stimmung hochgekocht, nachdem SSB-Vorsitzender Professor Jürgen Schröder den Antrag gestellt hatte, ab 1. Januar 2008 die Beiträge, die die Vereine an den SSB abführen müssen, pro Mitglied auf 2,70 Euro für Erwachsene (+0,70), 1,50 Euro für Jugendliche (+0,50) und 1,40 Euro für Kinder (+0,40) zu erhöhen (jährlicher Beitrag). Beim Stadtsporttag am Montagabend im Vereinsheim des ASC 46 blieb es im Plenum vergleichsweise ruhig, als Schröder den Delegierten von acht Fachverbänden und 38 Vereinen (von 108) die Notwendigkeit der Aufstockung darlegte.

Nur durch die Erhöhung könne die durch den Wegfall der Landessportbund-Mittel entstandene Deckungslücke des Etats in Höhe von 22.000 Euro aufgefangen werden, erläuterte der SSB-Vorsitzende. Ein vom Vorstand vorgelegter Alternativplan mit zehn Cent pro Monat geringerer Beitragserhöhung habe den Nachteil, dass er nicht auf sechs Jahre festgeschrieben werden könne und der SSB sein Leistungs-angebot für die Vereine reduzieren müsse.
Der Vorschlag von Bernd-Michael Weide, Vorsitzender des Nikolaus-berger SC, die im vergangenen Jahr von einem Richter zugewiesenen Bußgelder in Höhe von 10000 Euro als feste Einnahmen für die Folgejahre festzuschreiben und dadurch die Beitragserhöhung fast zu halbieren, stieß auf breite Skepsis. „Es wäre ein eklatanter Fehler, freiwillige Leistungen eines Richters fest im Haushalt einzuplanen“, gab ASC-Geschäftsführer Jörg Schnitzerling zu bedenken. „Wir brauchen eine seriöse, solide Haushaltsführung. Das sind wir unseren hauptamtlichen Mitarbeitern schuldig“, ergänzte Schröder.

Der Versuch von Handball-Verbandsvertreter Christian Wolf, die Beitrags-Debatte mit der Fusions-Diskussion von SSB und KSB zu verknüpfen, da der Zusammenschluss Kosten einspare, stieß auf wenig Resonanz bei den Delegierten. Sie votierten mit großer Mehrheit für den ursprünglichen SSB-Antrag.

Zu Beginn der Versammlung hatte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer Göttingens Charakter als Sportstadt hervorgehoben und dem Sport die weitere Unterstützung der Stadt versichert. „Der SSB unterstützt kompetent die Vereine bei der Bewältigung der anstehenden Arbeiten“, unterstrich Meyer die wichtige Funktion der Dachorganisation.

Sportabzeichen-Prüfer geehrt

Dem schloss sich LSB-Präsident Professor Wolf-Rüdiger Umbach an. Er hob die Zusammenarbeit „gerade zwischen LSB, SSB und ASC als außerordentlich gut“ hervor. In einem kurzen Abriss skizzierte er die momentanen Kernthemen des Landessportbundes: null Toleranz gegenüber Doping, Erhalt des Sportwetten-Monopols und – angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs – Forderung nach deutlich höherer Sportförderung des Landes. Anschließend zeichnete er Margot Köhler (ASC) und Peter Meyer (SV Groß Ellershausen) für ihr jahrzehntelanges Engagement mit der goldenen sowie Helmut Stensch (ASC) mit der silbernen Ehrennadel des LSB aus.
Die Ehrungen des SSB waren für langjährige Sportabzeichen-Prüfer reserviert. Die goldene Ehrennadel erhielten Klaus Bräuer, Horst Weitemeyer (beide Tuspo 61) und Rolf Nietzold (Waspo 08), die silberne Horst Albrecht, Ulrich Wölm (beide ASC), Erika Bräuer, Werner Henze, Günther Spörhase (alle Tuspo 61), Helmut Lechte (Waspo), Walter Michaelis (Tuspo Weende) und Reinhard Mischke (RSV 05) und die bronzene Marianne Hartmann (Tuspo 61). Besonders geehrt wurde der ASCer Rudi Anders, der seit 1963 Sportabzeichen-Prüfungen abnimmt.

Keine Überraschungen gab es bei der Wahl des Vorstandes. Schröder wurde bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen als SSB-Vorsitzender bestätigt. Für Joachim Pförtner (geschäftsführender Vorsitzender), sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Heinz Arend und Ines Graeber war das Votum ebenso einstimmig wie für Christian Steinmetz, den neuen stellvertretenden Vorsitzenden Finanzen. Der 31-jährige Sport- und Fitnesskaufmann auf der Geschäftsstelle des ASC 46 tritt, wie berichtet, die Nachfolge von Günter Berg an, der mit stehenden Ovationen verabschiedet wurde. Der Posten des vierten stellvertretenden Vorsitzenden wird vorerst nicht besetzt.
 
 
 
GT,9.5.07
 
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