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Sportforum - Sportvereine als Partner der Ganztagsschule |
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"Die Zahl der Ganztagsschulen ist in Niedersachsen in den letzten sieben Jahren um knapp 500 % von 134 auf 665 angestiegen. In Göttingen gibt es aktuell 14 Ganztagsschulen, an denen knapp 6.400 Schüler an einem oder mehreren Nachmittagen Betreuung in Anspruch nehmen", so Ines Graeber, die stellvertretende Vorsitzende des Stadtsportbundes Göttingen, die in ihrer Eröffnungsrede knapp 100 Vereins- und Schulvertreter zum SSB-Forum "Sportvereine als Partner der Ganztagsschule" im Waspo-Vereinsheim begrüßen konnte. Graeber skizzierte, dass Schüler dadurch teilweise bis 17.00 Uhr in der Schule wären und für sie ein nachmittägliches Vereinstraining kaum mehr möglich sei. Überdies würden die Sporthallen der Schulen länger in Anspruch genommen. Die Mitorganisatorin des Forums betonte, dass die Veranstaltung dazubeitragen solle, Vereine für das Thema zu sensiblisieren und erste Lösungssansätze zu skizzieren.
Im Auftaktreferat stellte Prof. Dr. Jürgen Schröder die Ergebnisse einer im Auftrag des Landessportbundes Niedersachsen durchgeführten Befragung zum Aktionsprogramm Schule und Verein vor. 75 % der am Aktionsprogramm beteiligten Vereine konnten neue Mitglieder gewinnen. Zum Thema Ganztagsschule befragt äußerten sich 64 % der Vereinsvorsitzenden allerdings eher skeptisch. Sie rechnen mit Vereinsaustritten und sehen die Existenz ihrer Kinder- und Jugendabteilungen bedroht. Schröder führte Lösungswege auf, von denen die Vereine profitieren könnten. So regte er an, dass die Sportvereine fester Bestandteil der Ganztagsschule werden sollten. Dies könnte durch die Gründung von Schülersportvereinen umgesetzt werden. Schröder verwies darauf, dass man dem Thema zukünftig vermehrt große Beachtung schenken müsse. Gelunge Beispiele gäbe es schon. "Die Stadt Wolfsburg hat eine hauptberufliche Kraft für den Bereich Schule und Sportverein eingestellt und der KSB Schlüchtern (Hessen) hat bereits die Stelle eines Ganztagsschul-Beauftragten installiert", so der SSB-Vorsitzende.
Im Anschluss an den Vortrag formulierten die sieben Podiumsteilnehmer Fritz Güntzler, Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Göttingen, Christoph Hannig, Vorsitzender des Tuspo Weende, Dr. Klaus Juraschek, Schulleiter am Felix-Klein-Gymnasium, Bernd-Rüdiger Rehme-Lüdemann, Vorsitzender des Stadtelternrates der Stadt Göttingen, Jörg Schnitzerling, Vorstandsvorsitzender des ASC Göttingen, Karsten Täger, Landessportbund Niedersachsen, Teamleiter des Aufgabenbereichs Sport in Schule und Verein und Wolfgang Vogelsaenger, Schulleiter an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule ihre Kurzstatements zum Thema und eröffneten die Diskussion. Moderator Frank-Michael Mücke vom Landessportbund Niedersachsen führte durch den Abend. Das wichtigstes Ergebniss der knapp zwei Stunden dauernden Veranstaltung skizzierte Prof. Schröder in seinem Schlusswort. "Wir wollen eine Arbeitsgruppe zum Thema Sportverein und Ganztagsschule bilden". Diese soll erste Diskussionsergebnisse der Veranstaltung auswerten und den Göttinger Vereinen und Schulen als koordinierende Anlaufstelle dienen. |
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