Gedenktafel für "Jasper" Cook enthüllt

Göttingen. Ehre, wem Ehre gebührt. Am Haus des Sports ist eine Gedenktafel für Philip Gordon „Jasper“ Cook enthüllt worden. Sein gesamtes Leben über war Cook, geboren im Jahr 1934 und gestorben 2020, dem Sport verbunden. Seit den 1960er Jahren hatte er sich zudem intensiv für die Partnerschaft zwischen seiner Geburtsstadt Cheltenham und Göttingen eingesetzt und organisierte im Juli 1967 erstmals einen Jugendsportaustausch.

Mit der kürzlich angebrachten Gedenktafel werde Cook und seiner Verdienste gedacht, wie Göttingens Bürgermeisterin Jutta Steinke vor rund 40 Anwesenden deutlich machte: „Er hat nicht nur durch Worte gesprochen, sondern vor allem durch seine Taten“, betonte sie. Die Gedenktafel sei nicht zuletzt eine „Quelle der Inspiration“. Die Inschrift? „In Erinnerung an Jasper, der sein Leben dem Sport und der Freundschaft zwischen den beiden Partnerstädten Cheltenham und Göttingen gewidmet hat.“

Mit Iain Dobie und Diggory Seacome waren auch zwei Vertreter der Stadt Cheltenham angereist und hielten Reden über Cooks Wirken, zudem schilderte der Göttinger Rolf Husmann eine Anekdote. Seacome bezeichnete Cook als „sehr besonderen Menschen, der sich mit ganzem Herzen all jenen Dingen widmete, in die er involviert war“. Ein auffälliges Wort in Seacomes Rede war zweifellos „cement“. Denn Cook habe großen Anteil daran gehabt, die Austausche zwischen Göttingen und Cheltenham zu „zementieren“ – sportliche Austausche ebenso wie solche aus dem kulturellen Bereich. Bereits zu Lebzeiten, nämlich im Jahr 2013, wurde Cook durch Rat und Verwaltung der Stadt Göttingen mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet. In England war der Sportliebhaber neben seiner Tätigkeit in der Immobilienwirtschaft Mitglied im Cheltenham Town Football Club und dort seit 1970 Manager für die Jugendmannschaften.

Stichwort Verein: Am Dienstagabend hatte der Göttinger Partnerschaftsverein zum Jubiläumsfest ins Holbornschen Haus eingeladen, rund 80 Personen zelebrierten dort das 20-jährige Bestehen. Die Vereinsvorsitzende Katharina Lankeit betonte: „Wir unterstützen die Stadt in Bezug auf Städtepartnerschaften. Das Wichtige für uns ist die Völkerverständigung.“ Ihr zufolge gehe es letztlich „um persönliche Beziehungen der Städte und Länder untereinander, gerade auch zwischen jugendlichen Menschen“.

Dies war zweifellos auch ein wesentliches Motiv für Cooks langjähriges Wirken. Der Sportkoordinator habe, so Seacome, „jungen Menschen in beiden Ländern die Freude am Sport, den Geist von Städtepartnerschaften und internationale Freundschaften nähergebracht“. Göttingen bereiste Cook letztmals im Jahr 2019. Dass nun in der niedersächsischen Universitätsstadt eine Gedenktafel an „Jasper“ Cook erinnert, sie noch dazu an der Fassade am Haus des Sports prangt, wirkt wohlerwogen: Wie in den Reden deutlich wurde, sei Göttingen für Cook nämlich eine Art zweite Heimat gewesen.

 

Freiwilligenagentur 0551 7070130 Lehrgänge im LSB Infos für Vorstände
Nach oben