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Perspektivwechsel - dank ehrenamtlichen Engagement

Göttingen aus einer anderen Perspektive bei den Leinekanalfahrten

14.09.2026
© Klaus Brüggemeyer

Tore geöffnet, durch die es mit einem kräftigen Wasserschwall und mit Unterstützung des DLRG-Teams weiterging. Anschließend führte die Strecke in Richtung Unterführung der Bürgerstraße, die mit kleinen Lampen ausgeleuchtet war. Mit einem letzten Wasserschwall, der die Boote noch einmal beschleunigte, mündeten die Fahrten nahe der Sparkassen-Arena in die Leine.Von dort wurden die Wassersportlerinnen und Wassersportler mit einem Shuttle-Service zurück zum Ausgangspunkt gebracht. Begleitet wurde der Rücktransport von einem großen Lkw, der ausschließlich Boote und Paddelzubehör geladen hatte.Felix Plesse, Projektleiter des SSB, wurde bei der Organisation nicht nur von SSB-Mitarbeiter Jörg Uphaus, der für das städtische Bootshaus verantwortlich ist, unterstützt, sondern auch von 50 freiwilligen Helferinnen und Helfern aus dem Göttinger Paddler-Club, der Vereinigung Göttinger Faltbootfahrer, dem Turn- und Wassersportverein Göttingen von 1861 e. V. sowie der DLRG Ortsgruppe Göttingen.Neben der Ausgabe von Westen, Paddeln und Helmen sowie der Betreuung des Verpflegungsstandes war die Mehrzahl der Engagierten als Steuerfrau oder Steuermann in den mit zwei bis vier Personen besetzten Canadiern für eine sichere Fahrt verantwortlich. Das Steuerteam hatte dabei alles im Griff – aber an einem Punkt nicht alles im Blick: Die strahlenden Gesichter der vor ihnen sitzenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die Steuerleute nur aufgrund des Lachens und Jauchzens erahnen.Joachim Pförtner, stellvertretender Vorsitzender des SSB, machte sich vor Ort ein Bild von der guten Stimmung. Er bekräftigte, dass diese mittlerweile etablierte sportliche Besichtigungsfahrt der besonderen Art ohne das ehrenamtliche Engagement der beteiligten Vereine nicht möglich wäre. Dem pflichtete auch Christian Henze, Präsidiumsmitglied des SSB, bei, der gemeinsam mit seiner Familie die sportliche Stunde auf dem Wasser aktiv genoss.Projektleiter Felix Plesse verwies zudem darauf, dass die Fahrten nur möglich waren, weil der städtische Bauhof an einigen Stellen Bretter gesetzt hatte, um den Wasserfluss zu kanalisieren. Bereits in der Woche zuvor waren außerdem acht Personen aus dem freiwilligen Helferteam in vier Großbooten auf dem Wasser unterwegs, um den Kanal von querliegenden Bäumen, wuchernden Ästen und Müll zu befreien.„Drei Fahrräder haben wir dieses Jahr aus dem Wasser gezogen und der Polizei übergeben“, berichtete Plesse, der den Blick bereits wieder nach vorne richtet und sich Gedanken über die Leinekanalfahrten im kommenden Jahr macht.

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