SSB mit neuer Struktur

Präsident Dr. Dieter Hildebrandt betont: „Vereine geben ein zu Hause“

Der Stadtsportbund Göttingen stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft im Vereinssport. Durch ein aufsichtführendes Präsidium in Kombination mit einem geschäftsführenden Vorstand ist im SSB eine neue Struktur geschaffen worden. Insgesamt neun Personen haben ihre Ämter an- und ihre Arbeit aufgenommen.

Neuer Präsident im SSB ist Dr. Dieter Hildebrandt. Der 63-jährige Rechtsanwalt betont: „Ich freue mich auf meine Aufgaben und möchte die positive Entwicklung unserer Göttinger Vereine weiter vorantreiben.“ Für ihn gehe es auch darum, „eigene Erfahrung aus der Vereinsarbeit weiterzugeben.“ Denn: Seit nunmehr vier Jahrzehnten ist Hildebrandt in Sportvereinen und in Vereinsvorständen aktiv – lange Zeit im Fußball, aktuell unter anderem im Wurftaubenklub. In dieser Zeit ist für ihn deutlich geworden: „Vereine geben immer ein zu Hause, ein Stück Heimat“, so der neue Präsident.

Dem Präsidium gehören ferner Ines Graeber, Dr. Arne Göring, Christian Henze und Axel Rümenap an, zudem als Mitglied ohne Stimmrecht der Chef der Göttinger Sport und Freizeit GmbH, Andreas Gruber. Ines Graeber betonte bereits auf dem diesjährigen Stadtsporttag, dass sie es für überaus wichtig halte, dass auch mindestens eine Frau im Präsidium aktiv ist. „Das muss selbstverständlich sein. Auch, weil eine Frau vielleicht noch einmal eine andere Sichtweise mit einbringen kann“, sagt sie. Graeber ist dem SSB seit Jahrzehnten verbunden, war zu Beginn hauptamtliche Lehrkraft. „Der Stadtsportbund Göttingen gehört zu meinem Leben dazu“, so die 63-Jährige, die zweifellos Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen und Perspektiven einbringen wird.

Den Vorstand bilden Christian Steinmetz als Vorsitzender, Astrid Reinhardt sowie Joachim Pförtner. Steinmetz, der bereits seit 2007 im SSB-Vorstand tätig ist, freut sich über die neu geschaffene Struktur: „Arbeitsprozesse laufen effizienter ab. Die neue Struktur gibt uns die Möglichkeit, das Ehren- und Hauptamt optimal zu verbinden, um auf die künftigen Herausforderungen, die auf uns und unsere Mitgliedsvereine zukommen, bestmöglich reagieren zu können“, sagt der 46 Jährige, der gut finde, „dass der SSB nach zwei Jahren das für sich richtige Modell gefunden hat“. Die Umstrukturierung sei auch eine Weichenstellung für die Zukunft. „Der Sport wird sich verändern. Diese Aufgabe nehmen wir sehr gern an und werden den Vereinen ein verlässlicher Partner sein – wir werden ihnen unterstützend zur Seite stehen und uns ihrer Belange annehmen“, verdeutlicht Steinmetz. Was er damit konkret meint? Unter anderem finde Sport, so Steinmetz, zunehmend auch ungebunden statt. Dies hätte die Pandemiezeit deutlich gemacht und verstärkt. „Das Ziel besteht somit darin, den Vereinssport und die Angebote so zu gestalten, dass sie für die Mitglieder hohe Attraktivität ausstrahlen.“

Für das Vereinsleben und die Tätigkeit von Ehrenamtlichen wünscht sich Hildebrandt in Zukunft mehr Einfachheit und Klarheit. Sein Ziel sei es, unter anderem den Bereich Buchhaltung und Mitgliederverwaltung zu vereinfachen, zu zentralisieren oder zu professionalisieren. Ihm schwebt zu diesem Zwecke eine Plattform vor. „In Gesprächen zwischen Engagierten geht es oft um Themen wie Abrechnungen und Steuerberatung. Es müssen aber wieder mehr die Ziele und Zwecke der Sportvereine in den Fokus rücken“, findet der neue Präsident.

Mehr als erfreulich aus Sicht des SSB: Im Vergleich zum Vorjahr wurde in den Göttinger Vereinen ein Mitgliederzuwachs von 462 Personen verzeichnen, was einem Plus von über einem Prozenz entspricht. Wie der Sport in Göttingen zukünftig aussehen soll, dieser Frage nimmt sich der SSB auch in Kooperation mit Hochschulsport und Universität Göttingen an: Beim Sportentwicklungsplan 2030 kann die Göttinger Bevölkerung Vorschläge für ein verbessertes Sportangebot in Göttingen und Umgebung unterbreiten. In einem nächsten Schritt werden dann auch die Sportvereine befragt.



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